NvsE.de – Ron & Tanja: Handlung & Bilder

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Handlung

Berlin im Sommer 1990 – die Stadt ist gerade dabei, wieder zusammenzuwachsen. Im Ostteil der Stadt ist noch nichts saniert, es fahren noch die Busse der BVB (VEB Kombinat Berliner Verkehrsbetriebe) und der Breitscheidplatz war noch viel grüner als heute. Die Polizei kam tatsächlich (in Ausnahmefällen) noch zu Pferde daher, der Flughafen Tegel war noch in einem vorzeugbaren Zustand, am Ku'damm gab es noch Wertheim und wenn Papa – der natürlich in der Familie das Sagen hatte – arbeiten ging, dann ging er eben „in den Betrieb”.

Auf dem besagten Breitscheidplatz sitzen Titelheldin Tanja, Nachbarssohn (und ihr heimlicher Verehrer) Uwe sowie ihr kleiner Bruder Boris nach einem Kinobesuch („Werner – Beinhart”) bei einem Eis, als plötzlich Skater Ron auf ihrem Tisch landet. Während Uwe glaubt, sich als Beschützer aufspielen zu müssen, findet Tanja Gefallen an Ron, der nicht nur frech und selbstbewusst daherkommt, sondern mit seiner dunklen Hautfarbe auch noch etwas exotisch wirkt – besonders neben Uwe, der nicht nur ein ziemlicher Spießer ist, sondern auch schnell ein Problem mit seinem Konkurrenten hat.

Tanjas Eltern sind natürlich (sonst wäre es ja nicht spannend) nicht glücklich über den „Umgang”, den ihre Tochter da pflegt, und so gibt es allerlei Irrungen und Wirrungen, die jedoch die junge Liebe nicht davon abhalten, ihren Weg zu finden (die erste Auflage der DVDs trug tatsächlich den Titel „Ron & Tanja – Eine Schülerliebe”, was eine Menge über den Zeitgeist aussagt – im Vorspann steht einfach nur „Ron & Tanja” ohne Titelzusatz). Nicht nur Tanjas Vater versucht, gegen Ron Stimmung zu machen, auch Nachbar Uwe macht Ron das Leben schwer und schreckt dabei auch vor Gewalt nicht zurück.

Als wäre das noch nicht genug, hat Ron eigene Probleme: Seine Eltern bekommen Besuch von einem Botschafter, der aus Rons Heimatland stammt und ihn gern wieder mit zurücknehmen möchte. Doch Rons Eltern wollen ihren Sohn lieber selbst entscheiden lassen … der hat jedoch eine Menge anderer Dinge im Kopf, darunter einen rassistischen Klassenlehrer und Tanjas Nachbarn, die (dank Uwes „Hilfe”) auch ein Problem damit haben, wenn sie mit „so einem” loszieht. Und daneben noch weitere Ziele verfolgen …

Schließlich hat Ron die Nase voll davon, dass ständig Entscheidungen über seinen Kopf hinweg getroffen werden. Als ihn ihm auch noch der Verdacht aufkeimt, dass seine Mutter eine Affäre haben könnte, flüchtet er Hals über Kopf nach Rom – natürlich, ohne jemandem Bescheid zu sagen …

Bilder

Anmerkung: Ich hatte im Vorfeld für diesen Artikel eine Anfrage an verschiedene Stellen geschickt, die möglicherweise noch Pressematerial beisteuern konnten – ohne wirklich mit einer Antwort zu rechnen, da die Serie ja zu diesem Zeitpunkt (Ende 2018) schon stolze 28 Jahre alt war. Um so überraschter war ich, als zeitnah ein umfangreiches ZIP-Paket mit Bildern vom ZDF bei mir eintrudelte, und eine Pressemappe war auch noch dabei. Dafür an dieser Stelle noch einmal herzlichen Dank nach Mainz!

Die Bildbeschreibungen stammen vom ZDF. Alle Bilder © ZDF und G.Stachowski/TV 60, München. Alle Bilder können per Klick vergrößert werden.

Tanja Schilling (Alexandra Henkel, r.) ist mit ihrem kleinen Bruder (Pascal Freitag, 2.v.l.) und einem Schulfreund (Otto Oehrling, 2.v.r.) Eis essen gegangen. Der Skate-Board-Fahrer Ron (Leandro Blanco) wird angerempelt und landet unfreiwillig an ihrem Tisch. Ron (Leandro Blanco (2.v.l.) hatte noch nie Schwierigkeiten mit seinen Lehrern, aber die neue Klasse konfrontiert ihn mit einem Dr. Neidhardt (l.), der sich seine Scherze mit dem farbigen Schüler erlaubt. Dicke Luft! Auf Wunsch von Vater Schilling (Günter Lamprecht, l.) gibt es endlich wieder ein warmes Abendessen und nun kommt Boris (Pascal Freitag, 3.v.r.) nicht pünktlich nach Hause. Nach langer Wartezeit bringt er die Überraschung des Jahres in das Haus: Tanja (Alexandra Henkel, r.) hat einen Freund (Leandro Blanco) und der ist obendrein noch Farbig! Mutter Ursel (Christina Horn, 2.v.l.)
Der eifersüchtige Uwe hat seine Freunde angestiftet, Ron (Leandro Blanco) zusammenzuschlagen. Tanja (Alexandra Henkel) versorgt seine Wunden. Sie haben es geschafft! Endlich sind Ron (Leandro Blanco) und Tanja (Alexandra Henkel) einmal für sich alleine. Aber die Umgebung ist so ernüchternd, dass nichts von dem passiert, was die ängstlichen Familien befürchten. Rons Mutter (Claudia Amm) arbeitet im Museum. Sowohl der gemeinsame Freund Delabaie (Jonathan Kinsler, r.) wie auch Rons Vater (Winfried Glatzeder) besuchen sie und tragen bei ihr den Streit aus, ob Ron (Leandro Blanco) probeweise in seine frühere Heimat reisen darf.
Nach dem spurlosen Verschwinden Rons überwindet sich Vater Pacul und besucht die Familie Schilling in der Hoffnung, dass Tanja etwas über den Aufenthaltsort von Ron erfahren hat. (V.l.n.r.: Christina Horn, Günter Lamprecht, Pascal Freitag, Winfried Glatzeder, Alexandra Henkel). Tanja (Alexandra Henkel, l.) hat es sich nicht nehmen lassen, in Rom selbst nach ihrem Ron (Leandro Blanco) zu suchen. Sie findet ihn auch und das Glück der Beiden ist gross. Aber leider treffen sie sich in Ginas (Yvette Dankou) Wohnung, die sich das etwas anders vorgestellt hatte... Ron (Leandro Blanco) hat Tanja (Alexandra Henkel) in Rom tödlich gekränkt. Seine Versöhnungsversuche zuhause scheitern.
Copyright: Alle Bilder © ZDF und G.Stachowski/TV 60, München

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Zuletzt geändert: 29.12.2023